Aktuell


Der Traum von der ewigen Jugend 

 

 

Die einstigen Vorstellungen von einem legendären Jungbrunnen sind dem heutigen Glauben

an die Verheissungen des Anti-Aging gewichen. Eine ganze Beauty-Industrie, vom

Kosmetikhersteller über Produzenten von Nahrungsergänzungsund Schlankheitsmitteln bis

zur Schönheitschirurgie lebt vom verbreiteten Wunsch, weniger alt auszusehen als man ist. 

20. Mai 2012, 11:00 Uhr, Staatstheater Darmstadt, Kleines Haus

 

  

 

Unsere Teilnehmer:

 

 

 

Hans Günter Gassen

 

Hans Günter Gassen, Prof. em. Dr. rer. nat., Jahrgang 1938, studierte von 1955-64 in

Marburg Chemie, arbeitete bis 1966 an seiner Dissertation und verbrachte dann zwei Jahre in

den USA. Von 1969-71 arbeitete er am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in

Göttingen, habilitierte sich 1972 in Münster und war von 1973 bis zu seiner Emeritierung 2005

Professor und Leiter des Fachbereichs Biochemie an der TU Darmstadt.

Von 1986-92 war er Leiter des Forschungsverbundes Angewandte Gentechnik der TU

zusammen mit den Firmen Grünenthal, Merck und Röhm, von 1998-2005 Beauftragter für

Biochemie des Landes Hessen. Er gründete die Firmen B.R.A.I.N. AG (1993), GENIUS

GmbH (1996), N-Zyme BioTec GmbH (1999) und ESPLORA GmbH (2000). Er ist Mitglied in

zahlreichen Gremien.

Hans Günter Gassen hat etwas 150 wissenschaftliche und etwa eben so viele populär-

wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht. Zuletzt (2011) erschien von ihm Das Vierte

Quartal. Wie und warum sich unser Körper im Alter verändert (WBG, Darmstadt).

 

 

   

 

Sven Kuntze

 

Sven Kuntze, Journalist, Jahrgang 1942, studierte Soziologie, Psychologie und Geschichte in

Tübingen. Danach arbeitete er für den WDR in Bonn, New York und Washington. Ab 1993

moderierte er das ARD-Morgenmagazin und war, nach dem Regierungsumzug von Bonn nach

Berlin, Hauptstadtkorrespondent. Seit 2007 ist er im sogenannten Ruhestand, arbeitet

allerdings weiter als Journalist und Moderator. Für seine Reportage Alt sein auf Probe, ein

Bericht über seine Erfahrungen in einem Altenheim, in das er für einige Wochen gezogen war,

erhielt er 2008 den Deutschen Fernsehpreis.

Zuletzt (2011) erschien von ihm Altern wie ein Gentleman. Zwischen Müßiggang und

Engagement (C. Bertelsmann).

 

 

   

 

Ingeborg Lackinger Karger

 

Ingeborg Lackinger Karger, Dr. med., Jahrgang 1956, studierte Humanmedizin und Kunst-

geschichte in Münster und München. Von 1984-87 war sie als Frauenärztin an der Uni-Klinik

Essen tätig und wechselte dann an die Uni-Frauenklinik in Düsseldorf, wo sie ihre Fach-

arztausbildung in Gynäkologie und Geburtshilfe abschloss und eine Weiterbildung zur

Psychoanalytikerin begann. 1993 ließ sie sich in Düsseldorf als Ärztin für psychothera-

peutische Medizin und Psychoanalytikerin nieder.

Sie war Dozentin für Sozialmedizin in Köln und Düsseldorf, ist seit 2002 Dozentin und seit

2008 Lehranalytikerin am Düsseldorfer Institut für Psychoanalyse und gehört mehreren

psychoanalytischen Fachgesellschaften an. Sie ist Autorin wissenschaftlicher und populä-

rwissenschaftlicher Veröffentlichungen sowie zahlreicher Ratgeberbücher. Zuletzt (2011)

erschien von ihr (zusammen mit Hans Weiss) Schönheit. Die Versprechen der Beauty-

Industrie – Nutzen, Risiken, Kosten (Deuticke).

 

 

  

 

Maurizio Podda

 

Priv-Doz. Dr. Maurizio Podda wurde 1965 in Cuneo (Italien) geboren und ist  in Frankfurt am

Main aufgewachsen. Er studierte und promovierte in Humanmedizin in Frankfurt.  1993-95

folgte ein  „postdoctoral training“ an der University of California at Berkeley und ein zweiter

Forschungsaufenthalt 1999 an der Harvard Medical School in Boston. 

Seine hautärztliche Ausbildung hat er neben der Goethe-Universität in Frankfurt auch an der

University of California, San Francisco erhalten und war nach der Facharztprüfung 1998 bis zu

seiner Ernennung zum Chefarzt am Klinikum Darmstadt als Oberarzt am Zentrum der

Dermatologie der Goethe-Universität in Frankfurt tätig. 

Seit April 2007 ist er Ärztlicher Direktor der Hautklinik des Klinikum  Darmstadt und gehört

seit 2003 der Medizinischen Fakultät der Goethe-Universität in  Frankfurt am Main an.

Er hat über die Schwerpunkte Hautalterung, Photodermatologie und Immunologie der Haut

sowie Dermatochirurgie mehr als 60 wissenschaftliche Artikel und 19 Buchkapitel als Erst-

oder Koautor veröffentlicht.  Er ist Herausgeber von zwei Büchern und Koautor des

bekanntesten hautchirurgischen Lehrbuchs im deutschsprachigen Raum.  2006-07 war er

Präsident der Deutschen Gesellschaft für Dermatochirurgie und Ästhetik und nach dessen

Fusion mit der Vereinigung für operative Dermatologie (VOD) und Umbenennung zur

Deutschen Gesellschaft für Dermatochirurgie (DGDC) war er ebenso Präsident von 2009-

10. Er ist derzeit Officer und Sekretär der International Society for Dermatologic Surgery

(ISDS). 

Maurizio Podda beschäftigt sich neben seinen Patienten intensiv mit Lehre und

medizinischer Forschung mit Schwerpunkt in der Dermatochirurgie und -onkologie,

Lasermedizin und ästhetischen Dermatologie. 

  

  

 

Gerhard Sattler

 

Gerhard Sattler, Dr. med. musste seine Teilnahme am Gespräch leider absagen.

 




Vorschau:

 

 

Der überforderte Sozialstaat

 

Unser Sozialsystem wird, entgegen seinem ürsprünglichen Sinn, inzwischen weithin quasi

als Garant für einen durchschnittlichen Lebensstandard missverstanden. Das kostet den

Staat jährlich 126,5 Milliarden Euro – mehr als ein Drittel seines Haushalts. Nicht zuletzt

diese hohen Sozialausgaben sind Ursache unserer Staatsverschuldung.

 

 

17. Juni 2012, 11:00 Uhr, Staatstheater Darmstadt, Kleines Haus